| Nach 9 stündiger Anreise am Freitag endlich in der Jugendherberge und Tiefschlaf. Am Sonnabend dann das übliche Vorbereitungsprogramm: Aktivierungstraining, Besichtigung der Wettkampfstrecken, Einprägen der Laufwege in und um die Wechselzone, Länderparade, gegenseitiges Nervös machen und Autogramme vom Olympiasieger ("...und dann hat er mir zugezwinkert...")...
Am Sonntag mussten die Jüngsten zuerst ran. David ließ sich die Nervosität nicht anmerken und ging sehr konzentriert zur Sache. Er ließ sich in keiner Weise von den 53 Konkurrenten (teilweise einen Kopf größer) beeindrucken und zog sein Ding durch. Er konnte sich beim Schwimmstart gut durchsetzen und ließ den Abstand zur Spitze nicht zu groß werden.Auf dem ca. 500 m langen Weg in die Wechselzone machte er Boden gut und wechselte reibungslos und zügig aufs Rad.
Dort kreiselte er souverän in der zweiten Verfolgergruppe mit und schaffte sich eine gute Ausgangsposition fürs Laufen.
Die abschließenden 2,5 km Laufen absolvierte er in 9:20 min. und sicherte sich mit Platz 29 einen beachtlichen Platz im Mittelfeld. Im nächsten Rennen waren Isabel und Vivian dran. Beide hielten gut mit, aber am Ausgang der Wechselzone fehlten Vivian nur wenige Sekunden, um den Zug zu erwischen. Das minderte jedoch nicht ihren Kampfgeist. Isabel wechselte blitzschnell und lag aussichtsreich in der 1. Radgruppe als ein Massensturz das Feld zerlegte.
Leider traf es auch Isabel, die im hohen Bogen vom Rad musste und unsanft landete. Der zerbrochene Helm verhinderte Schlimmeres, aber Schürfungen und Prellungen sind immer äußerst schmerzhaft. Unglaublich, wie sie ohne Jammern und Wehklagen die abgesprungene Kette wieder auflegte, aufsprang und weiterfuhr, als wär nix gewesen. Das Feld war zersprengt, dadurch fand Vivian unfreiwillige Mitstreiterinnen.
Die Schmerzen wurden unter den harten Stoßbelastungen beim Laufen sicher nicht besser, aber sie biss sich durch und kam noch auf einem tollen 23. Platz ins Ziel.
Auch Vivian legte noch einen tollen Lauf hin und kam schließlich auf Platz 38 rein. In der Länderwertung kamen sie zusammen mit Sherin Senkel, die ebenfalls in den Massensturz verwickelt war und mit platten Reifen die Radstrecke zu Ende fuhr (!!!!) auf den 9. Platz 5 Berliner Starter gingen ins A-Jugendrennen, darunter Lucas und Ian. Im Schwimmen hat sich bei Lucas was getan. Es fehlten wirlich nur 1,5 Körperlängen zur Spitzengruppe. Auch Ian war nicht weit weg. Auf dem langen Weg in die Wechselzone hatte Ian schon aufgeschlossen und beide landeten zunächst in der 2. großen Gruppe, die aber zur ersten Verfolgergruppe aufschließen konnte. So rollte man den Rest der Radstrecke relativ entspannt im Feld mit. Beim Laufen ging es dann aber gnadenlos zur Sache. Wer jetzt nicht voll Anschlag ging war raus.
Ian gelang das wieder in eindrucksvoller Manier. Mit 16:47 min. legte er der 5.beste Laufzeit hin und kam schließlich völlig ausgepumpt als 11. ins Ziel. Lucas konnte wie schon so häufig auf dem abschließenden Lauf sein Potential nicht annäherungsweise abrufen. Er kam mit Magenproblemen schließlich als 39. von 61 Finishern ins Ziel. Im Juniorenrennen lief es für Norman auch nicht ganz so optimal, wie noch vor 2 Wochen in Braunschweig.Der Rennverlauf gestaltete sich ungünstig. Beim Schwimmen riss knapp vor ihm eine Lücke. Auf dem Rad musste er viel arbeiten um den Anschluss zu einer vorderen Gruppe herzustellen.
Schließlich lief es zu Fuß auch schon mal besser. Es reichte am Ende zum 29. Platz von 60 Startern. Die DM in Merzig war gleichzeitig das Abschlussrennen der Deutschland-Cupserie bestehend aus 4 Rennen. Hier konnte Ian einen hervorragenden 8.Platz belegen. Norman wurde bei den Junioren 16.
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