2.Bundesliga Frauen Hannover 06.06.09

Pünktlich zum WK-Beginn fing es an zu regnen, so dass wir schon beim Warmlaufen (auf das Einfahren haben wir lieber verzichtet) einen sehr realistischen Eindruck von den Streckenbedingungen bekamen: nacheinander rutschten mehrere Jedermänner um die Kurve, stürzten und verletzten sich teilweise. Wie soll frau da ruhig bleiben!?

Glücklicherweise wurde diese „Schikane“ für die zwei Bundesliga-Rennen kurzfristig ausgelassen. Trotzdem gab es noch genug Kurven mit erhöhter Rutschgefahr, die unsere Damen aber mit besonderem Fahrgeschick (Marina fand sich kurzzeitig mal auf dem linken Bürgersteig wieder) unfallfrei meisterten.

Nach dem Schwimmen verpassten Christina und Antje leider den Anschluß an die Gruppe, so dass sie keinen Windschattenvorteil nutzen konnten. Auch Marina und Agnes mussten alleine die Aufholjagd antreten und sammelten einige Einzelkämpfer auf der Strecke ein. Christina konnte sich dranhängen, aber die große Gruppe einzuholen, war unmöglich.

Regen und kalter Wind machten uns stark zu schaffen. Wertvolle Zeit verstrich beim Wechsel, weil sich die Radhelme mit klammen Fingern kaum lösen ließen. Bei aller Verzweiflung lassen auch „erfahrene“ Triathleten die Startnummer liegen und müssen doppelte Wege laufen. Das allerdings mit Eisfüßen, die das Laufen irgendwie holprig und gefühllos machten.

Die erste Runde fühlte sich an wie auf Stelzen mit Klumpen unten dran. Es dauerte etwas, bis jeder seinen Schritt gefunden hatte, aber dann ging die Aufholjagd weiter. Marina und Antje konnten noch wertvolle Plätze gutmachen, Christina behauptete ihre Position und Agnes ließ die „rote Laterne“ deutlich hinter sich.

Halb erfroren und durchgeweicht haben wir uns ins Ziel gekämpft mit folgenden Einzelplatzierungen: Marina: 16., Antje: 18., Christina: 20, Agnes: 24.
Leider blieb es in der Addition der Platzziffern doch wieder nur beim 7. Platz in der Teamwertung. (Etwas unfair ist dabei die Berechnung für die Potsdamer Gegnerinnen, die nur 2 Athleten ins Ziel brachten und trotzdem besser bewertet werden als wir.)

Unser Unmut darüber verflog aber schnell, als wir auf Christinas Geburtstag angestoßen haben! Gutgelaunt und mit feuchtfröhlicher Stimmung sowie einigen neuen Erfahrungen fuhren wir nach Hause!


Marina


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